

Rudolf Steiner (1861-1925) zunächst als Goetheforscher,
Philosoph und Literaturkritiker in Fachkreisen geschätzt, später als
Anthroposoph, Schulgründer, Künstler und Sozialreformer weltweit
bekannt geworden, hat nicht nur Bücher geschrieben und Vorträge
gehalten, sondern vor allem unermüdlich all jene unterstützt, für die
es nicht nur darauf ankam, "dass man von einer Geistigkeit weiss oder
zu wissen glaubt, sondern darauf, dass dies eine Geistigkeit ist, die
auch beim Erfassen der praktischen Lebenswirklichkeit zutage tritt."
Sein Engagement galt vor allem einer neuen Wegbeschreibung, die hinführen soll zu einer umfassenden Anschauung der Dinge und Nicht-Dinge. Unter dem schon von Schelling umkreisten Begriff Anthroposophie entwickelte er eine grenzüberschreitende Sicht- und Handlungsweise, deren charakteristisches Merkmal ihre Durchlässigkeit und Vermittlungskraft ist: von der Philosophie zur Naturwissenschaft, vom Menschen zum Kosmos, von der Kunst zum Leben. "Mir scheint, dass
Steiners Ideen und Anregungen - gerade weil sie quer zu den
gegenwärtigen Denkgewohnheiten liegen - viel zur Lösung der Kultur- und
Menschheitsfragen beitragen können." (Michael Ende in einem
Spiegel-Interview) mehr infos zu Steiner | Rudolf Steiner 1919
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