
Das
Kind im ersten Jahrsiebent schöpft aus einer inneren Quelle: Der
Fantasie. Es sieht z.B. ein Stück Holz : es wird zur Lokomotive, die am
Boden herumgeschoben wird, dann ist es die Teermaschine, die denTeer
auf der Straße verteilt, hochkant gestellt wird es ein Puppenhocker.
Die äußeren Gegenstände sind wie ein Steigbügel, mit dem sich das Kind
auf das Ross der Fantasie schwingen kann. Je weniger das Spielmaterial
ausgestaltet ist, umso freier und intensiver kann sich die kindliche
Fantasie entfalten Durch diese Tätigkeit strukturiert und differenziert
sich Gehirntätigkeit. Aus diesem Grund wird den Kindern im
Waldorfkindergarten eine Vielfalt an Naturmaterialien und wenig
ausgestaltetem Spielzeug zur Verfügung gestellt.
Das Kind zwischen
dem dritten und fünften Lebensjahr kann auf diese Weise seine
Fantasiefähigkeit erproben und auch das Kind im Gestaltwandel (5.-7.
Lebensjahr) findet das Spielmaterial, das es braucht, um das Spiel mehr
und mehr aus seinen erwachenden Vorstellungen heraus zu gestalten.