

Durch seine Sinne nimmt der Mensch die Welt wahr.( Sie sind einerseits die Tore zur Welt, und andererseits bilden und differenzieren sich die Sinne erst an den Wahrnehmungen)* .Das Kind im 1. Jahrsiebent befindet sich in der Phase intensivsten Leibaufbaus; alles Wahrgenommene wirkt fördernd oder hemmend auf diesen Prozess. Somit bedarf die Auswahl der Sinneseindrücke einer besonderen Sorgfalt ..
Rudolf Steiner erarbeitete seinerzeit eine Sinneslehre, die zwölf Sinne umfasst. Auf vier davon, die sogenannten Leibessinne, richten wir jetzt unseren Blick: Den Tastsinn, den Lebenssinn, den Eigenbewegungssinn und den Gleichgewichtssinn.
Der Tastsinn gibt dem Kind das Gefühl des eigenen Seins.
Den Lebenssinn nimmt es nur wahr, wenn etwas nicht stimmt, wenn es hungrig, müde oder krank ist.
Gleichgewichts- und Eigenbewegungssinn vermitteln das Erleben des körperlichen Gleichgewichtes und der Eigenbewegung in Ruhe und im Erproben der Geschicklichkeit.
Wenn das Kind differenzierte Tasterlebnisse anhand von Naturmaterialien bekommt, wenn es nicht in der Stube stillsitzt, sondern in der Natur klettern, balancieren, hüpfen und laufen darf und nicht zuletzt leiblich wohl versorgt wird, ist alles zur Sinnespflege getan.